Lesen und andere Ablenkungen

Lesen bildet, sagt man. Ich kann dies, ohne arrrogant wirken zu wollen, bestätigen. Ich lese gern und kann das Gelesene auch schon mal abrufen.

Lesen lenkt aber auch ab. Dies ist nicht negativ gemeint. Lesen bindet die Aufmerksamkeit und lässt die Gedanken nicht bei Belastendem verweilen. Sorgen lassen uns in Ruhe.

Nun gibt es sicher Sorgen, um die man sich kümmern muss, weil sie sonst nie verschwinden (oder die Maden fressen es weg 😉 ) Aber es gibt auch Sorgen, die wir durch Grübeln oder sonstige Aktivitäten niemals beseitigen werden. Trennungen sind z. B. solche Sorgen. Der Gedanke an Trennung stürzt einen in eine Abgrund aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Ich kann aber durch noch soviel Grübelei oder Aktivität daran nichts ändern. Mein Kopf und dann irgendwann das Herz muss sich daran gewöhnen. Das ist schmerzhaft. Und da hilft Ablenkung. Zurzeit lese ich gerade das Buch „Gespräche mit meienr Katze“ von Eduardo Jáuregui und Anja Rüdiger. Ein Buch über Trennung in Verbindung mit Burnout / Depression. Dieses Buch hat mich überrascht! Es beschreibt so klar, was mit einem passiert und beschreibt auch so klar, was hilft. Ablenkung! Mir wurde bei meinem ersten Aufenthalt im Krankenhaus verordnet durch den Park zu laufen und auf die Tiere im Park zu achten. Ich sollte sie fotografieren / zählen. Damals wusste ich nicht genau warum. Heute sehe ich den Sinn. Im Nachhinein hätte ich mir gewünscht, zu wissen, warum ich dies tue. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das den Erfolg gefährdet hätte? Ich kann dies ja auch nicht mehr wiederholen (möchte ich auch nicht).

Aber ich weiß, dass Ablenkung hilft. Als ich bei der ersten reha ankam, war ich am Boden. Ich las sehr viel und musste mich somit nicht mit den negativen Gedanken beschäftigen. Ich wurde langsam stabiler. So konnte ich etwas Kraft tanken und mich auf meine Genesung konzentrieren. Dies hat mir ungemein geholfen. Über den Wert von Freunden habe ich schon an anderer Stelle geschrieben, dazu will ich hier keine Ausführungen machen.

Auf jeden Fall kann ich dieses Buch empfehlen. Ich werde diese Buch auch noch auf dieser Homepage rezensieren. Ich freue mich schon darauf, habe ich doch nun schon mittlerweile mehr Bücher zu dem Thema (und auch anderen Themen) gelesen.

Schauen muss ich jetzt nur noch, wie ich dies technisch auf der Homepage darstelle. 🙂

Bücher

Ich lese wieder. Lesen hat mir schon bei der ersten Reha geholfen. Es lässt den Alttagsstress verschwinden, man versinkt im Buch. Manchmal ist es „Harry Potter“, manchmal ist es „Jerry Cotton“ oder „Sherlock Holmes“. Mein Geschmack, was Bücher betrifft ist recht unterschiedlich.

Das aktuelle Buch: „Burnout 6.0“. Ich habe dieses Buch gefunden, als ich mal nach Burnout suchte. Das Coole daran. Es sind die Geschichten von Betroffenen, die hier selbst erzählen. Ich werde dazu noch eine Rezension verfassen. Dieses wird hier auf der Homepage nachzulesen sein.

Mich entspannt lesen auf jeden Fall. Man muss nur konsequenter Weise den Fernseher ausschalten. Und das fällt mir als Fernseheule schwer. 🙂 Ich bin zufrieden, dass ich es getan habe. Es war wieder eine angenehme Erfahrung.